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Glaube und Liebe

"Selbst ein Mensch mit geringen Begabungen – was kann er nicht alles tun, wenn er von Glaube und Liebe erfüllt ist."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 09. Juli 2018 09:57Alter: 74 days
/ Kategorie: Europa

Derselbe Gott? - Vortrag an der Theologischen Hochschule Reutlingen

Glauben die Angehörigen der drei grossen «abrahamitischen» Religionen an denselben Gott? In einem Vortrag im Rahmen des Studium Generale an der Theologischen Hochschule Reutlingen gab Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, eine eindeutige Antwort.

Glauben wir an denselben Gott? Diese Frage bezog Bischof Martin Hein in seinem Vortrag auf die drei Religionen, die sich auf Abraham berufen, also das Judentum, das Christentum und den Islam. Diese Frage sei, so Hein, nicht nur eine eminent theologische, sondern auch eine eminent politische Frage, weil ihre Beantwortung unmittelbare politische Folgen hat.

 

Religion lebt von innen
Hein zeigte in seinem Vortrag, welche Rolle Religion in der Gesellschaft spielt und dass diese Rolle nicht nur von aussen durch einen gesetzlichen, verfassungsmässigen und gesellschaftlichen Rahmen vorgegeben wird, sondern Religion auch von innen kommt: Sie ist mit Gefühlen, mit Lebensläufen und Gewohnheiten, mit Kultur, mit Sprache und Lebenswelt eng verbunden.

 

Die Praxis unterscheidet sich
Die Antwort des Referenten Bischof Hein auf die Frage, ob wir an denselben Gott glauben, liess an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: «Ja, es handelt sich um denselben Gott!» Ein einschränkendes Aber liess er jedoch folgen: Die religiösen Praktiken unterschieden sich. Deswegen sei das theologische Gespräch zwischen Menschen verschiedener Religionen so wichtig, denn es könne nur dann gelingen, wenn sich gegenseitig die Wahrhaftigkeit des eigenen Glaubens unterstellt – und von da aus nach der Wahrheit gefragt wird. Die Klärung der Wahrheitsfrage findet aus seiner Erfahrung an diversen Runden Tischen der Religionen gerade in der Begegnung miteinander statt.

 

Sprituelle Gastfreundschaft
Anknüpfungs- und Begegnungspunkt sei die «spirituelle Gastfreundschaft», eine Gastfreundschaft, die in allen drei Religionen und kulturellen Traditionen ein hohes Gut sei. Sie umfasse neben Höflichkeit, Takt, Entgegenkommen beider Seiten, Vermeidung von bekannten Konfliktthemen für einen klar umrissenen Zeitraum, Unterstellung von Friedfertigkeit und Wahrhaftigkeit auch gemeinsames Essen und Trinken! Die durch Jesus Christus geöffnete «trinitarische Weite» biete im interreligiösen Gespräch einen dynamischen Gottesbegriffs an. Diese trinitarische Weite erlaube es, andere Religionen «als legitime Äusserungen der einen Gottessehnsucht» zu verstehen und ihre Antworten ernstzunehmen.

 

Beitrag zum Frieden
Wenn der Weg dahin auf der Praxis der Barmherzigkeit beruht - in Nächstenliebe und im Gebet füreinander - mag es zwar ein mühsamer Weg sein, aber für Martin Hein auch ein hoffnungsvoller: Theologie in öffentlicher Verantwortung trägt auf ihre Weise zur gesellschaftlichen Befriedung bei.

 

Vortrag anhören oder herunterladen

 

Quelle: Theologische Hochschule Reutlingen

 

 

 


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